Alles neu macht der Herbst!

Alles neu macht der Herbst!

„Nicht jeder Berg muss erklommen werden. Man kann auch einfach mal abtauchen.“

Zugegeben, dies ist ein vermeintlich schnöder Postkarten-Spruch. Doch hat er bei mir nachhaltig Wirkung hinterlassen. Ich gehöre ja meistens zu den „Ich-schaffe-alles-und-am-liebsten-gestern“- und „Ja-klar-bin-ich-dabei“-Sagern, so habe ich mir diese Worte nun doch mal zu Herzen genommen.

 

Aber vielleicht sollte ich etwas früher beginnen. Wie die meisten von euch mitbekommen haben, sind wir seit September eine fünfköpfige Familie – damit offiziell eine Großfamilie (aber das ist ein anderes Thema). Für Nina und mich war von vorne herein klar, dass wir unsere Sommerpause daher in den Herbst verlegen. Wir wollten nämlich nicht nur unser neues Familienmitglied gebührend willkommen heißen, nein, Nina hat auch noch ein paar phantastische Tage an einigen der schönsten Orte Europas verbracht (aber dazu gibt es sicher auch an anderer Stelle mehr zu lesen).

Unser neues Familienmitglied – mein kleiner Löwe

Nun wollten wir eigentlich nur ein paar Wochen Pause machen, aber wie das Leben so spielt, wurden nun doch über 2 Monate daraus. Und genau eben jener Satz, den ich ganz oben geschrieben habe, war der Grund dafür. Denn immer wenn sich die Situation hier aufgrund zig Termine und Verpflichtungen zuspitzte, dann kam er mir automatisch in den Sinn und ich schaute direkt, wie ich die Lage wieder entzerren kann. Und dabei wurde mir bewusst, dass ich es also tatsächlich geschafft habe etwas Achtsamkeit in mein Leben zu bringen – ganz automatisch.

Der Alltag ist sicherlich immer noch weit weg von strukturiert. Es ist ein oft ein Kampf, ein Kraftakt! Kein fürchterlich schlimmer, aber eben auch kein Spaziergang. Jeder muss im Augenblick funktionieren und wir hangeln uns von einem Wochenende zum nächsten, um eine kurze Verschnaufpause zu bekommen. Aber ich bin glücklich – müde und glücklich. Ich liebe jeden meiner vier Männer (auch wenn ich zeitweise kurz vor dem Abgrund des Wahnsinns stehe) – wir schaffen das als Familie! Es kommt auch wieder mehr Schlaf 😉

 

In der Zwischenzeit schaue ich, dass ich mein Nervenkostüm stärke. Ich höre mir viele Podcasts an und suche kleine Auszeiten. Was ich zu Beginn des Jahres an Informationen und Tipps gesammelt habe, kommt mir nun zugute. Denn manchmal hilft es schon den Blickwinkel zu ändern und sich zu entscheiden, die Situation selbst zu bestimmen. Dann werden manch scheinbar unüberwindbare Hürden, zu kleinen Problemchen. Ich bin sicherlich noch weit entfernt von meinen Routinen und der völligen Ausgeglichenheit, aber ich bin auf einem guten Weg nicht den Verstand zu verlieren 😉 Denn immerhin sitze ich hier, neben meinem schlafenden Mini-Löwen und tippe diese Zeilen. Auch ein Ritual, welches schon viele Jahre Bestand hat in meinem Leben.

 

 

All diese Umstände haben dafür gesorgt, dass ich nur Stück für Stück zusätzliche Arbeiten und Aufgaben in unser kleines Unviersum gelassen habe. Nun aber, bin ich bereit wieder für 30rockt da zu sein. In meinem Tempo. Also seht es mir nach, wenn es auch mal wieder eine Pause gibt. Das Leben mit unserer „Großfamilie“, unserem Haus und meiner Arbeit bietet so viel, da bleibt manch gedachter Blogpost erstmal ungeschrieben.

Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben.

 

 

PhotoCredit: eberhard grossgasteiger on Unsplash

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