Einfach DRANBLEIBEN

Einfach DRANBLEIBEN

Ihr Lieben,

wie ihr ja letzte Woche bereits bei Nina lesen konntet, so neigen wir gerne mal zur Prokrastination. Und auch wenn wissenschaftlich bestätigt ist, dass man unter Stress wesentlich effektiver arbeitet. So ist es auf Dauer trotzdem nicht gesund ständig durch den Alltag zu hetzen und eine schier endlos lange ToDo-Liste vor sich herzuschieben. Also habe ich mich an den letzen Tagen des „alten“ Jahres mal hingesetzt und überlegt was ich tun kann, um nicht völlig im Chaos zu versinken.

 

Zugegeben, die Voraussetzungen im Hause M. sind tricky.

Das müssen wir alles unter einen Hut bringen:

1 Baby

2 Kleinkinder

1 arbeitenden Ehemann

1 Mama im HomeOffice

1 Haushalt

1 Baustelle im Dachgeschoss

und was das Leben eben sonst noch so mit sich bringt.

(wenn man das so schwarz auf weiß liest, klingt es tatsächlich noch ein wenig dramatischer…)

 

 

Wie nun halten wir den Laden am Laufen, ohne das hier alles zusammenbricht?

 

Routinen

Worüber ich nicht mehr nachdenken muss, erspart mir Zeit. Kleines Beispiel? Ich drehe jeden Morgen meine Runde durch die Wohnung, mache die Betten und räume auf. Darüber muss ich nicht nachdenken, das läuft völlig automatisch ab. So herrscht eine gewisse Grundordnung und mein guter Freund der Staubsauger-Roboter erstickt nicht an Lego-Steinen.

Es dauert natürlich ein paar Tage, bis sich solche Routinen etablieren, aber es lohnt sich! Man nimmt auch etwas von der berühmten „mentalen Last“ von den Schultern wenn man sich über manche Aufgaben keinen Kopf mehr machen muss.

 

Planung

Im Prinzip sind wir ja nichts anderes als ein kleines Unternehmen – ihr wisst doch: „Ich leite ein kleines Familienunternehmen“ und so… Also, ist es doch auch klar, das wir uns ähnlich organisieren – zumindest in der „Geschäftsleitung“. So gibt es wöchentliche „Meetings“ in denen Essenspläne, Einkaufslisten und Termine besprochen werden. Wir organisieren uns mit Apps und einem gemeinschaftlichen Kalender.

Klingt schräg? Wir haben derzeit nicht arg viel „Paarzeit“ und ehrlich gesagt ist es manchmal nicht mal möglich ein Gespräch zu Ende zu führen, denn mitten im Satz fällt vielleicht ein Glas Wasser um oder das Baby kriegt urplötzlich Hunger und manchmal klingelt auch einfach nur der Postbote an der Tür. So, wo war ich? Ach ja, die Wochenplanung. Damit wir in all dem Trubel die Mülltonne, den Arzttermin oder das Babyschwimmen eben nicht vergessen haben wir den oben erwähnten Kalender. Außerdem nutzen wir ein Trello-Board im Kanban Style – nein nicht Gangnam! So sehen wir immer was noch erledigt werden muss und sind nicht völlig überrascht wenn die Handwerker vor der Tür sind. Mir persönlich hilft es außerdem anhand der offenen Aufgaben zu sehen, wie viel Zeit ich wann für meine Aufträge einplanen kann.

Natürlich haben wir auch  ToDo Listen – aber nicht so lange. Die Trello Boards machen es mir möglich, dass ich mir täglich ein paar Aufgaben auswähle und erledige bevor ich von der kompletten Vielfalt erschlagen werde. So müssen zwar irgendwann mal die Fenster geputzt werden, aber diese Aufgabe verlängert meine täglichen ToDo´s nicht. Einkaufen gehen dagegen schon, denn es soll ja keiner verhungern. Ich hoffe ihr versteht was ich meine?

Und es ist immens wichtig Aufgaben nicht zu lange vor sich herschieben. Nehmen wir z.B. die Wäsche. Wenn ich jeden Tag oder auch jeden zweiten Tag wasche, habe ich immer eine überschaubare Menge. Anders wäre es wenn ich nur einmal die Woche wasche, dann bräuchte ich im Keller wahrscheinlich die Kapazitäten einer Reinigung und ebenso viele Angestellte um dem Wäscheberg Herr zu werden.

Last but not least:

 

Puffer einbauen

Der beste Plan kann scheitern, wenn einer/eine der oben genannten M´s nicht mitspielt. Krank, hungrig oder auf Geschäftsreise – schwupps ist der schöne Plan dahin. Alles dauert länger oder muss vielleicht ganz verschoben werden. Daher ober, super, mega wichtig: Nie zu straff planen. Wer kann mir denn versprechen ob mein Baby-Zwerg heute Abend gut schläft, damit ich diese Zeilen für euch tippen kann? Genau, niemand. (Er liegt übrigens gerade schlafend auf mir…)

 

 

 

Für mich persönlich habe ich noch ein weiteres Tool in meinen Tag eingeführt. Ein Journal. So recht weiß ich allerdings noch nicht ob wir Freunde werden. Einerseits finde ich es total super dort rein zuschreiben und meinen Tag zu planen und zu reflektieren – die Ziele nicht aus den Augen zu verlieren. Aber es gibt eben auch Tage, an denen die erwähnten Puffer bis auf die letzte Minute ausgeschöpft werden und dann vergesse ich leider mein Journal oder sitze stattdessen einfach lieber da und schaue lethargisch aus dem Fenster. Ist eben noch keine Routine. Aber ich werde trotzdem DRANBLEIBEN –  denn nur so kann es eine werden.

 

Diese Liste kann ich noch um einiges erweitern. Aber dann entsteht vielleicht der Eindruck, dass ich den ganzen Tag nur am planen und organisieren bin – Nein, mit etwas ROUTINE geht das ganz schnell und erleichtert den Alltag ungemein – man kann sich auf wichtigeres konzentrieren. Hat Zeit für Kinder, Arbeit und diesen Blogbeitrag 😉

Hell yeah – Das Leben ist schön!

 

PhotoCredit: Unsplash

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