Corostern 2020

Corostern 2020

Ihr Lieben!

 

Sorry für den platten Titel… Ich fand es witzig, ich mag flache Witze. Auch wenn man darüber keine Witze machen sollte! Ich hoffe ihr seid alles gesund? Und noch bei Laune?

 

Wir sind nun tatsächlich 5 Wochen komplett ohne Kindergarten zuhause, WOW! Im März konnte ich mir das irgendwie noch gar nicht vorstellen. Ich habe hektisch Bastelzeug bestellt und mich schon auf jede Menge Nachtschichten eingestellt. Aber da wir Menschen ja Gewohnheitstiere sind, haben wir uns auch in diese eigenwillige Situation eingelebt. Wir haben mittlerweile sogar wieder einen Alltag gefunden. Morgens wird gemeinsam gefrühstückt, anschließend ist Spiel-, Schlaf- und Arbeitszeit. Nach dem Mittagessen gehen wir raus.

 

 

Und ja, wir hatten ein ganz wundervolles Osterfest. Nur wir. Ohne Stress, ohne tonnenweise Schokolade und zu viel Essen. Nur wir, die Sonne und die Natur (na gut, es gab schon auch was feines zum Essen und einen Möhrenkuchen). Die Jungs hatten viel Freude bei der Eiersuche, bei einem ausgedehnten Spaziergang haben wir ein Reh, zwei Enten und leider keinen Osterhasen gesehen – dafür aber den Duft des Frühlings geschnuppert.

Mein „großer“ sagte am Ende des Tages: Mama, das war ein richtig toller Tag. Und er hatte so recht.

Also sorry liebe Familie, aber es war wirklich sehr viel entspannter, als dieses hin- und hergefahre und all die Verpflichtungen. Wobei wir diese ja streng genommen schon seit zwei Jahren nicht mehr hatten, denn wir sind in der Vergangenheit zu Oster-Flüchtlingen geworden. So waren wir letztes Jahr in Dänemark und vorletztes Jahr im Elsass und Schwarzwald.

 

Aber ich schweife vom Thema ab. Falls ich diesen Beitrag irgendwann mal wieder lesen werde und diese ganze Sch… dann vorbei ist, dann will ich mich daran erinnern können, dass nicht alles schlimm war! Das wir die gemeinsame Zeit auch genossen haben und wissen wie stark wir wirklich sind. Was wir leisten und bewegen können.

Ich habe in den letzten Wochen so viele tolle Menschen begleiten dürfen, die in dieser Krise über sich hinaus gewachsen sind. Ich möchte mich daran erinnern, wie dankbar ich bin, dass wir gesund sind und die Freiheit haben uns in unserem Garten oder im nahe gelegenen Wald aufhalten zu können. An die gemeinsame Zeit mit meinen Kindern. UND ich möchte mich daran erinnern, wie ich mich darüber gefreut habe Toilettenpapier bekommen zu haben, nachdem es fast 5 Wochen lang ausverkauft war.

 

Natürlich ist nicht alles „shiny“. Oft steigt ein flaues Gefühl, begleitet von Sorge, auf. Es ist befremdlich, wenn man beim Einkauf Menschen mit Masken und Handschuhen sieht und sich distanziert aus dem Weg geht. Der Geburtstag von unserem Midi konnte nicht mit Familie und Freunden gefeiert werden.

Manchmal möchte ich auch aus all dem ausbrechen, einfach mal für mich sein, denn auch das ist seit Wochen quasi unmöglich. Eine Nachbarin meinte: „Es ist ein Unterschied ob man zu Hause bleiben kann oder ob man zu Hause bleiben muss.“ Und da hat sie verdammt nochmal recht!

 

Ich bin gespannt, wie die Regierung nachher entscheidet. Ich weiß, wir werden auch die kommenden Herausforderungen meistern. Irgendwie. Aber danach, wenn das alles vorbei ist, dann haben wir uns ne fette Party verdient!

 

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