#Mittelfinger-Mittwoch

#Mittelfinger-Mittwoch

*unbeauftragte Werbung weil Markierung*

Ihr Lieben,

herzlich Willkommen zu einer neuen Ausgabe des Mittelfinger-Mittwoch!

Normalerweise mag ich keine Menschen, die immer und wegen allem meckern. Vor allem wegen Dingen, die man eh nicht ändern kann und es sich nicht lohnt, sich darüber das vorzugsweise hübsche Köpfchen zu zerbrechen.

Aber heute mache ich einfach mal mit – Das Gesetz der Herde und so… Nein, Spaß… Heute geht es mir wieder gut und meine Laune hat sich auch gebessert – aber gestern… Dieser Dienstag war gefühlt wirklich ein #Mittelfinger-Mittwoch vom feinsten.

 

Bild von Giulia Marotta auf Pixabay

 

Vielleicht lag es auch einfach daran, dass zum ersten Mal seit Wochen keine Sonne weit und breit zu sehen war und ich eigentlich am Strand von Fuerteventura liegen sollte, statt im Büro zu sitzen und zu arbeiten.

Bisher habe ich das einfach so hingenommen, da ich es eben nicht ändern kann. Aber dieser Tag fing schon blöd an, weil ich nicht wie sonst, von ganz alleine vor dem Weckerklingeln wach wurde und mein Wecker mich einfach mal eiskalt erwischt hat.

Wer bin ich? Was mache ich hier? Warum höre ich die Wellen nicht rauschen, sondern die Autobahn?

Ach ja, ich bin ja zu Hause und muss gleich ins Büro. Also nur ein Kaffee und später Porridge statt einem wahnsinns Buffet mit allem was mein Herz begehrt. Und dann Schreibtisch statt Strand… Das kann einem schon mal die Laune vernebeln.

Statt Sangria gab es Früchtetee, das konnte meine Laune auch nicht wirklich bessern.

 

Bild von Ben Kerckx auf Pixabay

 

Schön, dass es Kollegen und Freunde gibt, bei denen ich mich beschweren darf,  die mir zuhören und mich wieder aufmuntern.

Und genau dafür sind Freunde ja auch da. Man kann und sollte nicht alles mit sich selbst ausmachen, sich einfach mal auskotzen können und danach kann man einen Haken daran setzen.

Die momentane Situation ist aber auch alles andere als einfach.

Die einen hängen im Home-Office fest, müssen Familie und Beruf auf wenigen Quadratmetern unter einen Hut bekommen. Die nächsten sind in Kurzarbeit oder bangen um ihre Existenz, wieder andere arbeiten bis zum umfallen, um alles am Laufen zu halten.

Manche meckern, weil die Familie nervt und sie keine 5 Minuten für sich alleine haben. Das ist absolut nachvollziehbar! Aber denkt auch mal an die andere Konstellation. Singles oder Menschen mit Fernbeziehungen sind evtl. den ganzen Tag alleine – ist das besser?

 

Wir sitzen alle im selben Boot – jeder hat Einschränkungen und die Probleme unterscheiden sich nicht wirklich, denn sie sind da – nur für jeden von uns in anderer – abgewandelter – Form.

 

Mich nervt es momentan zum Beispiel sehr, wenn ich höre, was die Menschen um mich herum alles schaffen, ausmisten, renovieren und so weiter… Ich bin nicht den ganzen Tag zu Hause, gehe nach wie vor ins Büro und mein Alltag hat sich, bis auf den ausgefallenen Urlaub, kaum geändert. Natürlich ist es blöd mit Maske einkaufen zu gehen, aber ich war auch vor Corona keine Person, die drei Mal pro Woche abends ausgegangen ist.

Mittlerweile fehlt mir meine Yoga-Stunde (und nein Eva, natürlich mache ich deinen Kurs nicht online mit ;-)) und der ein oder andere Abend mit meinen Freunden doch sehr. Gerade weil das Wetter eben so toll war und meine beiden Besties endlich abgestillt haben. Man hätte so schön abends im Garten sitzen und den Sonnenuntergang anschauen können. Mit einem kühlen Traum aus Alkohol und Früchten… Aber ich schweife schon wieder ab…

Auf der einen Seite bin ich wirklich froh darüber, dass meine Firma keine Kurzarbeit angemeldet hat und ich durch meine Vollzeitstelle nur wenig Zeit habe, mir Gedanken zu machen. So ein geregelter Tagesablauf hat schon was…

Aber mal wieder ausgiebig die Wohnung putzen, meinen Kleiderschrank sortieren oder die Steuer machen, wäre schon cool. Und zwar nicht am Wochenende. Aber wer weiß, was noch alles auf uns zu kommt. Deswegen ist eine unaufgeräumte Wohnung auch das kleinste Problem.

Ich weiß, dass das jammern auf verdammt hohem Niveau ist – aber das muss eben auch mal raus. Wir liefern hier ehrlichen Kontent und das gehört eben dazu. Die Welt ist (leider) nicht immer nur Sommer, Sonne und Sonnenschein.

So, jetzt habe ich genug gemeckert, es geht mir schon viel besser und das nächste Mal erwartet euch hier wieder gute Laune, keine Meckerei und viel positives! Versprochen. Bekanntlich kommt ja auch nach jedem Regen wieder Sonnenschein.

Bild von Albrecht Fietz auf Pixabay

 

Ich wünsche mir einfach, dass meine Familie und meine Freunde gesund bleiben. Und wenn Ihr einen schlechten Tag habt, sagt es einfach! Den darf jeder haben und dafür sind Freunde ja auch da!

Und jetzt geht raus und erobert die Welt und bitte bleibt gesund und entspannt…

 

 

Leave comment

Your email address will not be published. Required fields are marked with *.